artgerecht e.V. - Berufsverband Deutsche Straußenzucht

- The German Oistrich Breeders -

Satzung

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

1.  Der Verein führt den Namen "artgerecht e.V. - Berufsverband Deutsche Straußenzucht" mit der englischen Unterbezeichnung "The German Ostrich Breeders".

2.  Er hat seinen Sitz in Rülzheim (Rheinland-Palz) und ist in das Vereinsregister eingetragen.

3.  Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 2 Zweck und Aufgabe  

1.  Zweck des Verbandes ist

a)  die Durchsetzung einer art- und tierschutzgerechten Straußenhaltung, auch auf internationaler Ebene,

b)  die Förderung wissenschaftlicher Arbeiten, die diesem Zweck dienen,

c)  die Aus- bzw. Weiterbildung im Hinblick auf eine artgerechte Haltung von Straußen.

2.  Dies geschieht durch

a)  die Information aller gesellschaftlichen und politischen Gruppen über die ethische Verpflichtung zu einer artgerechten Tierhaltung allgemein und speziell bei Straußen,

b)  die finanzielle Unterstützung wissenschaftlicher Tätigkeit im Zusammenhang mit der Erforschung der Bedürfnisse von Straußenvögeln sowie deren art- und tierschutzgerechter Zucht und Haltung,

c)  Seminare und Vortragsveranstaltungen auf nationaler wie internationaler Ebene,

d)  die Information und Beratung der Mitglieder im Sinn des Verbandszwecks mittels Rundbrief und Informationsveranstaltungen,

e)  die Durchführung wissenschaftlicher Kolloquien und internationaler Kongresse.

3.  Der Verband dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Interessen. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Verbandsämter sind Ehrenämter. Aufwendungen können erstattet werden.

 

3 § Mitgliedschaft

1.  Der Verband hat vorläufige Mitglieder, Vollmitglieder und Ehrenmitglieder.

2.  Die Mitgliedschaft muss schriftlich beantragt werden.

3.  Vorläufiges Mitglied kann werden, wer

a)  dem Zweck des Verbands eng verbunden ist und sich schriftlich verpflichtet, die Haltungsrichtlinien des Verbandes zu befolgen und dessen Zweck nicht zuwider zu handeln,

b)  zwei Voll-Mitglieder des Verbandes als Bürgen benennen kann.

4.  Über den Antrag entscheidet der Vorstand, der seinen Beschluss dem Antragsteller schriftlich mitteilt.

5.  Nach Ablauf einer Frist von zwei Jahren muss der Vorstand entscheiden, ob die vorläufige Mitgliedschaft in eine unbefristete Vollmitgliedschaft umgewandelt wird.

6.  Bei Ablehnung des Aufnahmeantrages oder der Umwandlung der vorläufigen in eine Vollmitgliedschaft durch den Vorstand, die dem Antragsteller mit eingeschriebenem Brief mitgeteilt werden muss, kann beim Ehrenrat des Verbandes Revision des Beschlusses beantragt werden. Der Antrag muss innerhalb von vier Wochen nach Zustellung des Ablehnungsbescheides mit eingeschriebenem Brief erfolgen.

7.  Der Ehrenrat des Verbandes entscheidet mit einer Mehrheit von zwei Drittel seiner Mitglieder. Seine Entscheidung ist unanfechtbar.

8.  Vorstand oder Vollmitglieder des Verbands können Ehrenmitglieder vorschlagen, die von der Mitgliederversammlung auf unbestimmte Zeit gewählt werden. Mitglieder des Ehrenrates erhalten mit ihrer Wahl in den Ehrenrat den Status des Ehrenmitglieds.

9.  Personen, deren Zuverlässigkeit nicht gewährleistet ist, können nicht Mitglied des Verbandes werden.

10.  Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluss.


§ 4 Austritt und Ausschluss

1.  Der Austritt ist nur zum Ende des Geschäftsjahres möglich; er muss vor Ablauf des Geschäftsjahres dem Vorstand schriftlich angezeigt werden.

2.  Ein Mitglied muss vom Vorstand aus dem Verband ausgeschlossen werden, wenn seine Zuverlässigkeit nicht mehr gewährleistet ist. Dies trifft vor allem zu, wenn das Mitglied wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz rechtskräftig verurteilt wird.

3.  Ausgeschlossen werden kann ein Mitglied  auch, wenn es in grober Weise gegen die Interessen des Verbandes oder vorsätzlich gegen die Satzung bzw. die darauf beruhenden Beschlüsse.

4.  Ausschlussgrund ist insbesondere ein Verstoß gegen die Haltungsrichtlinien des Verbandes.

5.  Ausgeschlossen werden kann auch, wer - trotz schriftlicher Mahnung - mehr als drei Monate mit der Beitragszahlung in Rückstand ist.

6.  Der Ausschluss muss mit eingeschriebenem Brief mitgeteilt werden.

7. Der Ausgeschlossene hat die Möglichkeit, innerhalb eines Monats nach Zustellung der Ausschlussentscheidung den Ehrenrat des Verbandes mit dem Ziel einer Revision anzurufen. Die Revision muss mit eingeschriebenem Brief erfolgen.

8.  Der Ehrenrat des Verbandes entscheidet mit einer Mehrheit von zwei Drittel seiner Mitglieder. Seine Entscheidung ist unanfechtbar.

9.  Bei Austritt oder Ausschluss verliert der Ausgeschlossene alle Ansprüche an den Verband.


§ 5 Mitgliedsbeiträge

1.  Vollmitglieder und vorläufige Mitglieder bezahlen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag..

2.  Der Mitgliedsbeitrag ist für das Geschäftsjahr zu entrichten und wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt.

3.  Der Mitgliedsbeitrag muss bis zum 15. November des vorherigen Geschäftsjahres entrichtet sein.  Die Bezahlung muss mittels Bankeinzug erfolgen.

4.  Für die Finanzierung von Maßnahmen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Zweck und Aufgaben des Verbandes stehen, kann die Mitgliederversammlung zusätzlich eine Umlage beschließen, die von allen Vollmitgliedern und vorläufigen Mitgliedern erbracht werden muss.

5.  Ehrenmitglieder bzw. Mitglieder des Ehrenrates sind von allen Zahlungen befreit.

 
§ 6 Organe des Verbandes

Organe des Verbandes sind:

1. die Mitgliederversammlung,

2. der Vorstand,

3. der Ehrenrat,

4. die Fachausschüsse - sofern gebildet.

 
§ 7 Mitgliederversammlung

1. Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung, sie hat insbesondere folgende Aufgaben:

   a)  Entgegennahme des Geschäftsberichts,

   b)  Entlastung des Präsidenten,

   c)  Entlastung des übrigen Vorstands,

   d)  Genehmigung des Haushaltsplans,

   e)  Festsetzung des Jahresbeitrags,

   f)  Außergewöhnliche Belastungen,

   g) Wahl des Vorstands,

   h) Wahl des Ehrenrates,

   i)  Wahl von Kassenprüfern,

   j)  Satzungsänderungen und Festlegung der Geschäftsordnung,

   k) Zusammenschluss mit anderen Vereinen,

   l)  Beitritt zu übergeordneten Vereinen/ Verbänden,

   m) Beschlussfassung über die Auflösung des Verbandes.

Die Mitgliederversammlung kann sich eine Geschäftsordnung geben, die den Ablauf der Versammlung über die satzungsgemäßen Bestimmungen hinaus regelt.

3. Eine ordentliche Mitgliederversammlung wird vom Vorstand des Verbandes nach Bedarf, mindestens aber einmal im Geschäftsjahr, nach Möglichkeit im letzten Quartal des Geschäftsjahrs, einberufen. Die Einladung erfolgt einen Monat vorher schriftlich durch den Vorstand mit Bekanntgabe der vorläufig festgesetzten Tagesordnung an die dem Verband zuletzt bekannte Mitgliedsadresse.

4. Die Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Punkte zu umfassen:
Bericht des Vorstands,
Bericht des Kassenprüfers,
Entlastung des Vorstands,
Wahl des Vorstands,
Wahl des Ehrenrates,
Wahl von zwei Kassenprüfern, die nicht Angestellte des Verbandes sein dürfen,
Genehmigung des vom Vorstand vorzulegenden Haushaltsvoranschlags für das laufende Geschäftsjahr,
Festsetzung der Beiträge/Umlagen für das laufende Geschäftsjahr bzw. zur Verabschiedung von Beitragsordnungen,
Beschlussfassung über vorliegende Anträge.

5. Anträge der Mitglieder zur Tagesordnung sind spätestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich einzureichen. Nachträglich eingereichte Tagesordnungspunkte müssen den Mitgliedern rechtzeitig vor Beginn der Mitgliederversammlung mitgeteilt werden.

Spätere Anträge – auch während der Mitgliederversammlung gestellte Anträge – müssen auf die Tagesordnung gesetzt werden, wenn in der Mitgliederversammlung die Mehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder der Behandlung der Anträge zustimmt (Dringlichkeitsanträge).

6.  Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann vom Vorstand einberufen werden, wenn das Interesse des Verbandes es erfordert.

7.  Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder sie unter Angabe eines Grundes schriftlich beim Vorsitzenden beantragt.

8.  Die Mitgliederversammlung wird vom Präsident, bei dessen Verhinderung vom Vizepräsidenten geleitet. Auf Antrag des Präsidenten bzw. bei dessen Verhinderung des Vizepräsidenten kann die Mitgliederversammlung aus ihrer Mitte einen Versammlungsleiter wählen.

9.  Die Mitgliederversammlung kann eine Ergänzung der vom Vorstand festgesetzten Tagesordnung beschließen.

10.  Jedes Vollmitglied hat eine Stimme. Stimmübertragungen sind möglich, wobei jeder Anwesende höchstens ein Mitglied vertreten kann. Vorläufige Mitglieder und Ehrenmitglieder haben in der Mitgliederversammlung Rederecht, aber kein Stimmrecht.

11.  Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, entscheidet bei der Beschlussfassung die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.

12.  Zur Änderung der Satzung ist eine Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen Stimmen erforderlich, zur Auflösung des Verbandes eine Mehrheit von drei Viertel.

13.  Die Abstimmung erfolgt per Akklamation; sie muss schriftlich durchgeführt werden, wenn dies beantragt wird und ein Drittel der anwesenden Mitglieder diesem Antrag zustimmen.

14.  Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden in einem Protokoll innerhalb von zwei Wochen nach der Mitgliederversammlung niedergelegt und von zwei Vorstandsmitgliedern unterzeichnet. Das Protokoll wird jedem Mitglied zugeschickt und kann auf der Geschäftsstelle eingesehen werden.

 
§ 8 Vorstand

1.  Der Vorstand des Verbandes besteht aus

    a) dem Präsident,

    b) einem Vizepräsidenten,

    c) dem Schatzmeister,

    d) zwei Beisitzern, von denen einer das Amt des Schriftführers übernimmt.

2.  Der Vorstand kann einen ehren- oder hauptamtlichen Geschäftsführer berufen.

3.  Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt; er bleibt jedoch auch nach Ablauf der Amtszeit bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt. Wiederwahl ist zulässig. Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Wahlperiode aus, so hat die nächste Mitgliederversammlung eine Ersatzperson für den Rest der laufenden Wahlperiode zu wählen. Die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder ist ehrenamtlich, ihre Kosten können erstattet werden.

4.      Die Aufgaben des Vorstands sind insbesondere

     a) Entscheidung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern,

     b) Erstellung des Geschäftsberichts und der Jahresrechnung für das verflossene Jahr,

     c) Erstellung des Haushaltsvoranschlags für das künftige Jahr,

     d) Ausarbeitung von Empfehlungen an die Mitgliederversammlung,

     e) Berufung und Abberufung des Geschäftsführers.

5. Beschlüsse des Vorstands werden in einem Sitzungsprotokoll niedergelegt und von mindestens zwei vertretungsberechtigten Vorstandsmitgliedern unterzeichnet.

6.  Der Vorstand entscheidet mit einfacher Mehrheit seiner anwesenden Mitglieder, wobei bei Stimmengleichheit die Stimme des Präsidenten den Ausschlag gibt.

7.  Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben, die seine Tätigkeit und den Ablauf der Vorstandssitzungen über die satzungsgemäßen Bestimmungen hinaus regelt.

 
§ 9 Aufgaben des Präsidenten und des Vizepräsidenten

1. Die rechtsgeschäftliche Vertretung im Sinne des § 26 BGB obliegt dem Präsident und dem Vizepräsidenten. Jeder von ihnen ist allein zur Vertretung des Verbandes berechtigt. Der Vizepräsident darf jedoch im Innenverhältnis von einer Vertretungsbefugnis nur Gebrauch machen, wenn der Präsident verhindert ist. Die Verhinderung muss nicht nachgewiesen werden.

2. Der Präsident hat alle Angelegenheiten des Verbandes im Rahmen der Beschlüsse und Richtlinien des Vorstands und der Mitgliederversammlung verantwortlich durchzuführen sowie die Vorstandssitzungen und die Mitgliederversammlungen einzuberufen und zu leiten.

 
§ 10 Ehrenrat

1.  Der Ehrenrat des Verbandes besteht aus mindestens fünf Personen, die von Vorstand oder Mitgliederversammlung vorgeschlagen und von der Mitgliederversammlung auf jeweils zwei Jahre gewählt werden. Eine Wiederwahl ist möglich. Die Mitglieder des Ehrenrates dürfen nicht selbst in Zucht und Haltung von Straußen aktiv sein. Die Wahl ehemaliger Züchter und Halter ist zulässig.

2. Der Ehrenrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden.

3. Die Aufgaben des Ehrenrates sind:

    a) die Überprüfung aller Beschlüsse von Mitgliederversammlung, Vorstand und gegebenenfalls Fachausschüssen im Sinne des Verbandszwecks,

    b) die Entscheidung von Revisionsanträgen bei verweigerter Aufnahme bzw. Ausschluss,

    c) die Beratung von Mitgliederversammlung, Vorstand und gegebenenfalls Fachausschüssen im Sinne des Verbandszwecks.

4.  Alle Entscheidungen des Ehrenrates sind für Mitgliederversammlung, Vorstand und gegebenenfalls Fachausschüsse bindend. Der Ehrenrat entscheidet mit Ausnahme von Revisionsverfahren, bei denen eine Mehrheit von zwei Drittel erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Votum des Vorsitzenden.

5.  Die Mitglieder des Ehrenrates erhalten den Status von Ehrenmitgliedern.

 
§ 11 Fachausschüsse

1.  Zur Unterstützung des Vorstandes können Fachausschüsse gebildet werden, denen jeweils mindestens vier Mitglieder - darunter mindestens ein Vorstandsmitglied - angehören. Die Ausschussmitglieder wählen einen Vorsitzenden.

2.  Die Mitglieder eines Fachausschusses werden vom Vorstand benannt.

 
§ 12 Auflösung des Verbandes

1.  Eine Auflösung des Verbandes und seiner Einrichtungen kann nur auf Beschluss einer außerordentlichen Mitgliederversammlung erfolgen, die eigens zu diesem Zweck mit einer Ladungsfrist von einem Monat einberufen wird.

2.  Der Beschluss wird nur wirksam, wenn er mit einer Mehrheit von drei Viertel der anwesenden Stimmberechtigten erfolgt.

3.  Die Mitgliederversammlung bestellt drei Mitglieder als Liquidatoren. Bei Auflösung des Verbandes oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen an den "Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e.V.", der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.